DistroKid-Hinweis zu künstlichen Streams: Was er bedeutet und was du tun kannst
Laut Hilfeseite von DistroKid kann Musik aus den Stores entfernt werden, wenn der Großteil der Streams eines Releases als künstlich eingestuft wird. Die Tantiemen dafür werden dann eventuell nicht ausgezahlt. DistroKid gibt weiter, was Spotify meldet. Eine Gebühr oder Regeln für Strikes veröffentlicht DistroKid auf keiner Seite, die wir lesen konnten. Prüfe deinen Hinweis also auf genaue Beträge.
QUELLE: DistroKid Help: What is Artificial Streaming? · GEPRÜFT AM 15. Oktober 2026Check für künstliche Streams läuft in deinem Browser. Nichts, was du eingibst, wird hochgeladen.
Nach DistroKid suchen die meisten Artists mit diesem Problem, und gerade DistroKid veröffentlicht am wenigsten darüber, was danach passiert. Hier steht, was die Hilfeseite sagt, was Presseberichte ergänzen und was niemand bestätigt hat.
Was Spotify gegen künstliche Streams unternimmt
Spotify zahlt keine Tantiemen für Streams, die es als künstlich einstuft, und entfernt sie aus den öffentlichen Zahlen und Charts. Bestätigte Fälle meldet Spotify jeden Monat an deinen Vertrieb. Seit April 2024 berechnet Spotify den Vertrieben pro Track eine Gebühr, wenn der Anteil künstlicher Streams sehr hoch ist. Die meisten Vertriebe geben diese Gebühr an den Artist weiter.
- Spotify definiert einen künstlichen Stream als einen, hinter dem keine echte Person steht, die sich bewusst fürs Hören entschieden hat.
- Streams, die Spotify als künstlich einstuft, bringen keine Tantiemen, werden aus öffentlichen Streamzahlen und Charts entfernt und helfen nicht bei Empfehlungen.
- Je nach Schwere kann Spotify den Song außerdem aus Spotify-Playlists nehmen oder den Track ganz von Spotify entfernen.
- Spotify schickt Labels und Vertrieben monatlich einen Bericht über bestätigte künstliche Streams. Der Vertrieb entscheidet, was folgt: eine Verwarnung, eine Strafgebühr, ein Takedown oder in eindeutigen oder wiederholten Fällen die Schließung des Kontos.
- Seit dem 1. April 2024 berechnet Spotify Labels und Vertrieben eine Gebühr pro Track, wenn eindeutig künstliche Streams erkannt werden. Laut Spotify gilt das nur bei sehr hohen Anteilen künstlicher Streams pro Track. Den Betrag veröffentlicht Spotify nicht.
- Vertriebe, die eine Zahl nennen, geben etwa €10 pro betroffenem Track und Monat an (rund $10 bis $11) und sagen, dass sie den Betrag dem Konto des Artists belasten. Laut Fachpresse von 2023 liegt die Schwelle bei mehr als 90% künstlichen Streams eines Tracks. Spotify hat diese Zahl nicht bestätigt.
- Spotify verbietet, für Dienste zu bezahlen, die gegen Geld Streams, Follower oder Playlist-Platzierungen versprechen. Wer so etwas nutzt, riskiert laut Spotify, dass seine Musik entfernt wird.
- Wenn deine Streams echt waren, sollst du laut Spotify deinem Vertrieb oder Label erklären, wie du den Release beworben hast. Die können den Fall dann bei Spotify zur Prüfung einreichen.
- Eine verdächtige Playlist, in der deine Musik gelandet ist, kannst du direkt bei Spotify melden. Spotify bittet Artists außerdem, Fans davon abzuhalten, Tracks in Dauerschleife zu hören.
- Manche künstlichen Streams werden entfernt, bevor sie in Spotify for Artists auftauchen. Der Bericht deines Vertriebs kann also ein Problem zeigen, das dein Dashboard nicht zeigt.
Was laut DistroKid passiert
- Laut Hilfeseite von DistroKid kann Musik aus den Stores entfernt werden, wenn der Großteil der Streams eines Releases als künstlich eingestuft wird. Tantiemen für diese Streams werden dann eventuell nicht ausgezahlt.
- DistroKid benachrichtigt Artists, wenn Spotify erhebliche künstliche Streams auf ihrer Musik meldet. Presseberichte beschreiben das als Strike-System.
- Laut Artists und Presseberichten sagt DistroKid, dass es nur weitergibt, was Spotify meldet, und Spotifys Entscheidung nicht für dich anfechten kann.
Strafen: offiziell und berichtet
| Was | Betrag oder Regel | Status |
|---|---|---|
| Gebühr pro Track von Spotify an Vertriebe | Gilt bei eindeutig künstlichen Streams, seit 1. April 2024 aktiv; Betrag nicht veröffentlicht | Offiziell (Spotify) |
| Höhe dieser Gebühr | Etwa €10 pro betroffenem Track und Monat (rund $10 bis $11) | Von Vertrieben berichtet, nicht von Spotify bestätigt |
| Auslöser | Mehr als 90% der Streams eines Tracks als künstlich eingestuft | Von Presse und Ditto berichtet, nicht von Spotify bestätigt |
| Tantiemen für künstliche Streams | Werden nicht gezahlt; Streams werden aus öffentlichen Zahlen und Charts entfernt | Offiziell (Spotify) |
| Entfernung und ausbleibende Tantiemen bei DistroKid | Musik kann entfernt werden, Tantiemen für künstliche Streams werden eventuell nicht gezahlt | Hilfeseite von DistroKid (über Suchergebnis-Snippet gelesen) |
| Gebühr bei DistroKid | Auf keiner DistroKid-Seite veröffentlicht, die wir lesen konnten; prüfe Hinweis und Abrechnung | Nicht veröffentlicht |
| Strikes bis zu Maßnahmen am Konto | Von der Presse als Strike-System beschrieben; Anzahl der Strikes nicht veröffentlicht | Von Presse und Artists berichtet |
Offiziell vs. berichtet. Spotify bestätigt, dass es Vertrieben bei eindeutig künstlichen Streams eine Gebühr pro Track berechnet, aktiv seit dem 1. April 2024. Betrag und Auslöser veröffentlicht Spotify aber nicht. Die Zahl von etwa €10 pro Track und Monat stammt von den Hilfeseiten der Vertriebe und ist nicht von Spotify bestätigt. Die Schwelle von "mehr als 90% der Streams" stammt aus der Fachpresse von 2023 und von der Hilfeseite von Ditto; Spotify spricht nur von "sehr hohen Anteilen".
So antwortest du DistroKid
- Lies den Hinweis genau: welcher Track, welcher Store und was DistroKid von dir verlangt.
- Stoppe jede bezahlte Promo für den Track und bitte unbekannte Playlist-Kuratoren, ihn zu entfernen.
- Antworte über den DistroKid-Support mit den Fakten: welche Promo du gemacht hast, mit wem und wann, plus Belege.
- Nutze die Antwort-Mail im Tool oben: Trage Track, ISRC, Datum des Hinweises und die gelaufene Promo ein und kopiere die Mail.
Kontakt zu DistroKid: https://support.distrokid.com/hc/en-us.
Diese Nachweise solltest du vor deiner Antwort sammeln
Leg alles in einen Ordner, bevor du antwortest. Eine sachliche Antwort mit Daten und Belegen bringt dich weiter als eine wütende.
- Den Hinweis selbst: Speichere die komplette Mail oder Dashboard-Nachricht mit Datum und notiere Referenz- oder Ticketnummern.
- Die betroffenen Tracks: Titel, ISRC und UPC des Releases, jeweils aus deinem Vertriebs-Dashboard.
- Jede bezahlte Promo für diese Tracks: Firma oder Person, was versprochen wurde, was du gezahlt hast, plus Rechnungen oder Quittungen.
- Kampagnennamen und Zeiträume: wann jede Promo begann und endete, damit man sie mit dem Anstieg abgleichen kann.
- Playlist-Pitching: Namen und Links der Playlists, die Kuratoren, die du kontaktiert hast, und auf welchem Weg (Plattform, Mail, DM), mit Screenshots der Antworten.
- Deine Werbeanzeigen: Screenshots jeder Anzeige mit Zeitraum, Budget, Zielländern und Ergebnissen, aus Meta, TikTok, Google oder Spotify Marquee bzw. Showcase.
- Screenshots aus Spotify for Artists für den Zeitraum: Streams, Hörer, Saves, Top-Länder und -Städte, Herkunft der Streams und Top-Playlists.
- Die Zeilen aus der Abrechnung deines Vertriebs für dieselben Monate, inklusive Gebühren oder Negativbeträgen.
- Alles, was du dagegen unternommen hast: Nachrichten an Kuratoren mit der Bitte um Entfernung, stornierte Bestellungen, Playlist-Meldungen an Spotify, jeweils mit Datum.
- Echte Gründe für das Wachstum: Presse, Radio, ein viraler Post, ein Konzert, ein Sync, eine Fan-Community, mit Links und Daten.
- Posts, in denen du Fans zum Streamen aufgerufen hast, damit du zeigen kannst, dass du nicht zum Dauerschleifen-Hören aufgefordert hast.
- Bewahre alles in einem Ordner auf, mit Datum im Dateinamen, bevor du antwortest.
Was wir nicht bestätigen konnten
- Die Hilfeseite von DistroKid gab einen 403-Fehler zurück; ihr Wortlaut stammt aus einem Suchergebnis-Snippet.
- Ob DistroKid Spotifys Gebühr pro Track weitergibt und wie viel es berechnet, steht auf keiner Seite, die wir lesen konnten.
- Die Anzahl der Strikes bis zu Maßnahmen am Konto stammt aus Berichten von Artists, nicht von DistroKid.
- Das Zitat aus Variety stammt aus einem Suchergebnis-Snippet; die Seite leitete weiter und wurde nicht vollständig gelesen.
- Die Aussage zu "keine Anfechtung möglich" stammt aus der Berichterstattung des Rolling Stone über ein Statement von DistroKid, gesehen als Suchergebnis-Snippet.
Fragen, die Artists stellen
Warum hat mir DistroKid einen Hinweis zu künstlichen Streams geschickt?
Spotify schickt Vertrieben monatlich einen Bericht über bestätigte künstliche Streams. Meldet Spotify erhebliche künstliche Aktivität auf deiner Musik, benachrichtigt dich DistroKid. Der Hinweis beruht auf dem, was Spotify meldet.
Verlangt DistroKid eine Gebühr für künstliche Streams?
DistroKid veröffentlicht auf keiner Seite, die wir lesen konnten, eine Gebühr. Spotify berechnet Vertrieben eine Gebühr pro Track, laut anderen Vertrieben etwa €10 pro Track und Monat, und viele Vertriebe geben sie weiter. Den genauen Betrag findest du in deinem Hinweis und deiner DistroKid-Abrechnung.
Kann DistroKid Spotifys Entscheidung für mich anfechten?
Laut Presseberichten über ein Statement von DistroKid haben Vertriebe keine Möglichkeit, zu helfen oder Spotifys Entscheidung anzufechten. Spotify selbst sagt aber, du sollst deinem Vertrieb erklären, wie du den Release echt beworben hast, damit er den Fall bei Spotify einreichen kann. Schick DistroKid die Fakten also trotzdem.
Löscht DistroKid mein Konto wegen künstlicher Streams?
Laut Artists und Presse können wiederholte Meldungen das Konto und den gesamten Katalog gefährden. DistroKid hat nicht veröffentlicht, nach wie vielen Strikes Maßnahmen am Konto folgen.
Ich habe nie Streams gekauft. Wie konnte das passieren?
Eine Playlist, die mit Fake-Aktivität aufgebaut wurde, kann deinen Song ohne dein Zutun aufnehmen. Auch Fans, die einen Track in Dauerschleife hören, können künstlich wirken. Prüfe deine Top-Playlists in Spotify for Artists, bitte unbekannte Kuratoren, den Song zu entfernen, und melde die Playlist bei Spotify.
Soll ich den Song löschen und neu hochladen?
Nicht als Lösung. Manche Vertriebe sagen, dass ein Takedown wegen künstlicher Streams im Store endgültig ist. Wer denselben Song neu hochlädt, ohne die Ursache zu beheben, kann erneut gemeldet werden. Frag zuerst beim DistroKid-Support nach.
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KI-Musik bei Spotify, DistroKid, TuneCore, YouTube oder Bandcamp hochladen? 24 Richtlinien im Originalwortlaut, datiert, mit Changelog.
Quellen
- DistroKid Help: What is Artificial Streaming? · geprüft am 15. Oktober 2026 · Seite blockiert automatisches Auslesen, wird von Hand neu geprüft
- Variety (2024): Spotify removing artists' music for streaming fraud they didn't commit · geprüft am 15. Oktober 2026 · Seite blockiert automatisches Auslesen, wird von Hand neu geprüft
- Rolling Stone: Spotify bot takedowns · geprüft am 15. Oktober 2026 · Seite blockiert automatisches Auslesen, wird von Hand neu geprüft
- Spotify for Artists: Artificial streaming · geprüft am 15. Oktober 2026
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